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FGM/C aus Sicht der Männer: Was Ehepartner und männliche Angehörige tun können

FGM/C betrifft Mädchen und Frauen. Doch auch Männer spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Betroffene zu unterstützen und zu schützen.

Viele Männer wissen nur wenig über die weibliche Genitalbeschneidung und ihre Folgen. Manche sind mit der Tradition aufgewachsen und haben sie nie hinterfragt. Andere wissen nicht, wie sie mit ihrer Partnerin oder ihrer Familie darüber sprechen können – und ob sie überhaupt darüber reden sollen. Dabei kann gerade ihre Unterstützung viel bewirken. Denn Männer haben oft mehr Einfluss, als sie denken – in der eigenen Familie und in der Verwandtschaft.

 

Zuhören statt urteilen

Frauen, die von FGM/C betroffen sind, haben oft schwierige Erfahrungen gemacht. Manche leiden unter Schmerzen, andere unter seelischen Belastungen. Nicht jede Frau möchte darüber sprechen. Das ist in Ordnung und muss respektiert werden. Doch wenn sich eine Frau entscheidet, ihre Geschichte zu erzählen, ist es wichtig, ihr zuzuhören, ohne zu verurteilen oder Druck auszuüben. Ein offenes Gespräch kann Vertrauen schaffen und einer Frau zeigen, dass sie unterstützt wird und nicht allein ist.

 

Gemeinsam Entscheidungen treffen

Häufig ist die weibliche Genitalbeschneidung fest in der Tradition verankert und wird schon seit Generationen praktiziert. Viele Familien stehen vor der Frage, wie sie mit dieser Tradition umgehen sollen. Manche haben Angst, dass eine Tochter oder Enkelin ausgegrenzt wird, wenn sie nicht beschnitten wird.

Hier können Männer einen wichtigen Beitrag leisten. Sie können mit ihrer Partnerin sprechen, Informationen einholen und sich gemeinsam für die Gesundheit und das Wohl des Kindes entscheiden. Denn auch eine lange Tradition darf hinterfragt werden – besonders dann, wenn sie der körperlichen und seelischen Gesundheit von Mädchen und Frauen schadet.

 

Unterstützung im Alltag

Auch im Alltag können Männer viel tun. Sie können ihre Partnerin zu Arztterminen oder Beratungen begleiten, sie im Familienleben entlasten und Verständnis zeigen, wenn sie körperliche oder seelische Beschwerden hat. Oft sind es diese kleinen Zeichen, die einen grossen Unterschied machen. Denn so merkt eine Frau, dass sie die Unterstützung erhält, die sie braucht und verdient.

FGM/C ist ein Thema, das häufig mit Unsicherheit verbunden ist und viele Fragen aufwirft. Niemand muss alle Antworten kennen. Es kann durchaus sinnvoll sein, sich an eine Beratungsstelle wie FGMhelp zu wenden. FGMhelp berät nicht nur betroffene Frauen, sondern auch Partner, Väter, Brüder und andere Angehörige. Die Beratung ist vertraulich, kostenlos und respektvoll. Gemeinsam können Fragen geklärt und Lösungen gefunden werden.

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